Liebe Patientinnen und Patienten,

ein neues Jahr begrüßt uns in seinem gesamten Farbspektrum!
Schillernd und glanzvoll soll es für Sie beginnen und möglichst anhaltend damit weitermachen. Ich wünsche Ihnen von Herzen vom Guten nur das Beste für all das, was es die kommenden 365 Tage für Sie bereit halten mag.

Mit dem Einläuten von 2018 ist bestimmt der ein oder andere gute Vorsatz auf Ihrer ‚to do- Liste‘ gelandet.
Zu den Klassikern zählen neben dem Treiben von mehr Sport oder der Verzicht auf Genussmittel, das Vorhaben Medienkonsum gegen frische Luft oder beispielsweise ein gutes Buch einzutauschen.
Sollte es nicht längst Usus sein, könnte das neue Jahr aber auch Grundsteinlegung für eine optimalere Zahnpflege sein.
Mit der konsequenten Einhaltung von basalen Säulen der Mundhygiene, beschenken Sie nicht nur sich, sondern im Speziellen Ihre ‚Beisserchen‘ für den kraftvollen Biss, über Jahrzente und Aberjahrzehnte hinaus.

Selbstredend, gilt das mindestens zweimal tägliche Zähneputzen (besser noch nach jeder Mahlzeit) für drei Minuten als absolute Mindestvoraussetzung einer gelingenden Zahnpflegeroutine.

Nicht zu vergessen die Verwendung von Zahnseide, (Interdentalbürsten als absolute Empfehlung), mindestens einmal täglich als absolute Muss.

Damit Plaque, Parodontose und Karies nur abstrakte Begriffe für Sie bleiben, stellt zahnfreundliche Ernährung eine nicht zu vernachlässigende Säule der Mundhygiene dar: Dass zucker- sowie säurehaltige Ernährung potentielle ‚Gefährder‘ für die Zähne darstellen, ist bekannt. Konkret bedeutet dies, dass nicht nur Gummibärchen und Schokolade den Zähnen schaden, wenn sie ungeputzt bleiben. Sondern der marinierte Salat mit Essig und Öl, die frische Orange oder vitaminreiche Kiwi, zugunsten des guten Gewissens, schädigen ebenso. Diese greifen genauso den fragilen Zahnschmelz an, der einmal zerstört, nicht wieder neu gebildet werden kann. Bitte warten Sie nach dem Verzehr von säurehaltigen Lebensmitteln mindestens eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen! Ihr ‚Schutzschild‘ des Schmelzes auf den Zähnen, wird es Ihnen danken.

Um die schädlichen Bakterien als Verursacher von zahlreichen Zahnerkrankungen zu eliminieren, ist ihr Handwerkszeug- die richtige Zahnbürste- von nicht geringer Bedeutung. Die Handzahnbürste sollte über einen nicht allzu großen Bürstenkopf und abgerundete Kunststoffborsten verfügen.
Ob Sie sich bei der manuellen Zahnpflege für eine Handzahnbürste oder ein elektrisches System entscheiden, ist Geschmackssache. Grundsätzlich wirkt sich die elektrische Putztechnik jedoch unterstützend auf den Gesamtreinigungserfolg aus, ist jedoch nicht zwingend notwendig.

Unterschätzen Sie nicht, den Umgang mit der Zahnbürste nach dem Putzvorgang! Sie muss im Anschluss gründlich ausgespült und so verwahrt werden, dass eine schnelle Trocknung der Borsten möglich ist. Der Bildung von unerwünschten Bakterien auf Ihrem ‚Putzwerkzeug‘ kann auf diese Art entgegnet werden. Alle drei Monte ist ein Autausch Ihres täglichen Gebrauchsgegenstandes ratsam.

Bei Ihrer täglichen Zahnpflegeroutine hat die richtige Wahl Ihrer Zahncreme einen hohen Stellenwert. Als Zahnärztin höre ich die Nachfrage nach der richtigen ‚Pasta“ auf der Bürste nicht selten.
Die allgemeine Empfehlung spricht sich für eine Zahncreme mit einem ausreichenden Fluoridgehalt zwischen 1-1,5 Promil aus. Denn Fluorid stärkt den Schutzfilm/Zahnschmelz auf Ihren Zähnen. Achten Sie bitte zusätzlich darauf, dass die Zahnpasta Ihrer Wahl einen niedrigen Wert an Schleif- und Polierpartikelchen (RDA-Wert) hat. Der Vergleich der Inhaltsstoffe lohnt sich. Achtung! Teuer ist dabei nicht immer gut. Auch günstige Marken können mit qualitativ hochwertigen Zahncremes aufwarten.

Mundspüllösungen ersetzen das Zähneputzen nicht! Sie sind hilfreich und wichtig, stellen die optimale Abrundung eines Putzvorgangs dar. Mundwasser jedweder Art wirken jedoch lediglich als unterstützende Maßnahme, neben dem Gebrauch von Zahnseide und dem üblichen Zähneputzen.

Um die Liste Ihrer Vorsätze für eine außerordentlich gute Mundhygiene im neuen Jahr zu vervollständigen, darf eine außerordentlich bedeutsame Säule nicht fehlen: Die Professionelle Zahnreinigung (kurz: PZR).
Diese ist in heutiger Zeit ein tragender Pfeiler für präventive Zahnerhaltung geworden. Zahnerkrankungen können bei regelmäßiger Durchführung gar nicht erst entstehen oder bereits vorliegende chronische Erkrankungen, wie Parodontose, können dadurch merklich eingedämmt werden. Ich rate Ihnen dringend zu dieser regelmäßigen Maßnahme, da es die Wahrscheinlichkeit eines Erhalts Ihres kostbaren Guts- IHR Zahnbestand- um ein Vielfaches erhöht.
Je nach medizinischer zahnärztlicher Verordnung, erfolgt dieses intensive, tiefgehende Reinigungsprozedere ein- bis zweimal jährlich. Bei dem komplexen Verfahren der professionellen Zahnreinigung verwendet der Zahnarzt spezielle Geräte, welche die Zahnflächen von Belägen befreien. Hierbei werden Stellen gereinigt, die man mit der noch so ausgefeilten Putztechnik mit der bloßen Handzahnbürste nicht erreichen kann. Zahntaschen werden durchgespült, tiefsitzende Bakterien eliminiert und hartnäckigen Belägen wird ‚Gar ausgemacht‘.
Verfärbungen von Kaffee, Tee, Wein und Co, werden im Sinne der Ästhetik und des strahlenden Lächelns entfernt. Eine Politur und eine ausführliche Versiegelung der Zähne schützen die Zähne für die (Kau)-Herausforderungen der nächsten Zeit. Zudem bieten die jeweiligen Sitzungen des aufwändigen Reinigungsverfahrens Raum zur Aufklärung von Zahnputztechniken, sowie die Möglichkeit Fragen im Sinne der Prophylaxe zu klären.
Teilweise übernehmen Krankenkassen einen erheblichen Anteil dieses Reinigungsverfahrens, da dessen Wirkung erwiesenermaßen durchschlagenden Erfolg der Nachhaltigkeit ‚pro dentis‘ mit sich bringt.

Bitte vergessen Sie nicht, dass Zahnersatz einer mindestens genauso ausgeprägten Sorgfaltspflicht bei der Zahnpflege unterliegt.

Liebe Patientinnen und Patienten, Ihr Mund ist mehr als nur Ihr ‚Kauorgan‘.
Es begleitet Sie nicht nur durch die Mahlzeiten. Es ist vorallem bei jedem Lächeln, bei jedem gesprochenem und geschwiegenem Wort, bei jedem guten und schlechten Moment bei Ihnen.
Wenn nichts weh tut, würdigen wir ihn nicht, den Mundraum.
Wenn irgendetwas schmerzt, verteufeln wir ihn und sehnen ihn zurück, den Zustand der Stille und Rast im Mund.

Behandeln Sie ihn deshalb pfleglich, behutsam und vorallem vorausschauend, damit Sie noch lange, lange Ihre Freude mit Ihrem nicht abzuschüttelnden Lebensbegleiter haben.
Sind sie gut zu Ihren Zähnen, werden Sie weiter ungefragt ihre Pflicht tun. Sie sind gut, zurück.

Wenige Ratschlägen, die viel Wirkung mit sich bringen.

2018? „Ich bin gerüstet.“
Beissen, nein, ‚bürsteln‘ Sie sich so durch.

Auf Ihr (Zahn)Wohl,
denn Sie sind mir wichtig.

Mit den wärmsten Empfehlungen,
Ihre Dr. Mareike Pietsch