Liebe Patientinnen und Patienten,

heute möchte ich eine Problematik ansprechen, die weitestgehend als Tabuthema erachtet wird: Das Thema Mundgeruch. Die größte Krux bei schlechtem Atem ist, dass die Betroffenen ihn selbst nicht bzw. nur kaum wahrnehmen können. Doch wie kommt es überhaupt zu Mundgeruch? Insbesondere spezielle Bakterien im Mundraum, die für die Zersetzung der Speisen zuständig sind, produzieren dabei Gase, die wir als unangenehm wahrnehmen.

Die meisten Auslöser für schlechten Atem sind im Mund selbst zu finden: Um Mundgeruch zu vermeiden, sollte unbedingt auf eine sorgfältige Zahnhygiene Wert gelegt werden. Denn zurückgebliebene Nahrungspartikel, die langsam einem Fäulnisprozess ausgesetzt sind, geben übelriechende Gase frei. Ferner führen ein trockener Mund, bestimmte Speisen, Zigarettenrauch oder Entzündungen im Mundraum, wie eine Parodontitis zu Mundgeruch. Auch Zahnprobleme, wie Karies oder kranke Zahnwurzeln, können schlechten Atem bedingen.

Dennoch kann Mundgeruch auch andere Ursachen haben: Krankheiten des Mund-Rachen-Raumes, wie beispielsweise eine Nebenhöhlenentzündung, Schnupfen oder Heuschnupfen sind ebenso Auslöser für schlechten Atem, wie auch diverse Allgemeinerkrankungen. Vor allem Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die die Darmflora stören sowie Diabetes mellitus führen ebenfalls zu Mundgeruch.

Wenn Sie trotz sorgfältiger Mundhygiene mit schlechtem Atem ringen, zögern Sie nicht und kommen Sie in unserer Praxis vorbei. Nur so können wir gemeinsam mit Ihnen systematisch die Ursachen für Mundgeruch ausschließen.

Ihre Dr. Mareike Pietsch