Liebe Patientinnen und Patienten,

endlich wieder Frühling: Die Sonne zeigt sich, die Blumen sprießen und es wird wieder wärmer. Auch unsere Freizeitaktivitäten verlagern sich zunehmen nach draußen und viele Sportvereine starten mit dem aktiven Training und dem Spielbetrieb in die neue Saison. Mit den zunehmenden sportlichen Aktivitäten steigt oftmals auch die Anzahl der Zahnunfälle.

Doch was tun bei Zahnunfällen? Heute möchte ich Ihnen einige nützliche Tipps für den Notfall an die Hand geben. Man spricht von einem Zahnunfall oder einem Dentaltrauma, wenn die Zähne durch äußere Einwirkungen, wie einen Sturz oder einen Schlag, Schaden genommen haben: Es kann zu einem Ausschlagen den ganzen Zahns oder einem Abbrechen von einem Teil des Zahns kommen. Wichtig ist es zunächst, überlegt und  zügig zu handeln und eine eventuelle Blutung zu stillen. Danach sollten abgebrochene Zahnstücke oder der ausgeschlagene Zahn gesucht werden – dabei jedoch unbedingt vermeiden, die Zahnwurzel zu berühren oder zu desinfizieren.

Wenn der Zahn länger als eine halbe Stunde der Trockenheit ausgesetzt ist, gestaltet es sich schwierig, ihn zurück zu verpflanzen. Aus diesem Grund sollte der ausgeschlagene Zahn in einer Zahnrettungsbox (gibt es in der Apotheke) aufbewahrt werden. Haben Sie keine Box in Reichweite, dient notfalls auch H-Milch als Aufbewahrungsmöglichkeit für den verletzten Zahn.

Sobald der Patient versorgt und der Zahn bzw. die Zahnstücke gefunden sind, sollten Sie schnellstmöglich den zahnärztlichen Notfalldienst aufsuchen. Eine rasche Behandlung erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Heilung. Wie bei allen gesundheitsrelevanten Themen ist Vorsorge jedoch stets besser als Nachsorge.

Ich wünsche Ihnen einen unfallfreien Start in die Draußen-Saison,

Ihre Dr. Mareike Pietsch